AT - Strohballenhäuser in Austria Best of Strohballenbau Hybridsystem Impressionen Niedrigenergiehaus Sanierung, Revitalisierung Virtuelle Baustelle

Revitalisierung einer Scheune zum Strohballen-Office

vorgestellt von Herbert Gruber

Eckdaten

Ort:Baierdorf 6 Fertigstellung:2006 Bauweise:Holzständerbau mit Direktverputz Entwurf & Planung:Bauatelier Schmelz & Salomon Zimmerer:Kreativer Holzbau GmbH Lehm & Kalkputze:natur&lehm Authried Baukosten:800,- €/m2 Besichtigung:Ja Pressebilder:Ja
Eigenleistung:Holzkonstruktion ab Fundament, Strohballen einbringen, Glasfassade mit geschenkten Doppelgläsern,Fa Kundenzufriedenheit:Das beste was ich je in meinem Leben gebaut habe. Das Arbeitsklima in diesem lehmverputzten Strohballenhaus ist fantastisch, die große Glasfassade in den südlichen Garten gibt tolle Ausblicke, die überdachte Terrasse davor im Sommer ausreichend Schatten. Mängel:Bei den Durchbrüchen der alten Scheunenkonstruktion durch die neuen Strohballenwände wurde zum Teil zu wenig auf die Winddichtigkeit geachtet. Das ist nachträglich nur schwer zu reparieren.
Wohnnutzfläche:46m2 U-Wert (Wand):0,15W/m2K U-Wert (Dach):0,13W/m2K Haustechnik:Fussbodenheizung mit zentralem Stückholzkessel (für Büro und Wohnhaus) Kategorien: AT - Strohballenhäuser in Austria, Best of Strohballenbau, Hybridsystem, Impressionen, Niedrigenergiehaus, Sanierung, Revitalisierung, Virtuelle Baustelle,

In größtenteils Eigenleistung (Herbert Gruber & Freunde) entstand dieses stimmige Büro, das bei den asbn-Workshops auch als Seminar- und Präsentationsraum dient: die alte Konstruktion ist innerhalb der neuen Strohballenwände sichtbar, ein besonderes Flair…
Dazu wurde nach der Entmantelung der alten Scheune zuerst ein Streifenfundament aus Betonsteinen errichtet, auf dem – außerhalb der wunderbaren alten Holzkonstruktion – die Strohballenwände (24 cm Miniballen) zwischen 4 x 24 cm Ständern und Sparren befüllt. Außen wurde mit einer diffusionsoffenen Agepanplatte beplankt und mit Kalk bzw. Lehm (unter der Terrassenüberdachung) verputzt, innen wurde mit 2-4 cm Lehm direkt auf die Ballenwände verputzt. Die Elektroleitungen laufen Oberputz. Als Boden wurde ein Estrich mit Fussbodenheizung auf Perlit (Europerl) und Schotter verlegt. Die Decke zum damals unausgebauten Dachboden wurde an der Unterseite mit Rauschalung und Schilfstukkatur verplankt und danach ebenso mit Lehm verputzt. Abschließend wurde mit einer diffusionsoffenen Kalkfarbe geweißelt.
Herbert Gruber: Würde ich noch einmal bauen oder eine besonders günstige Strohballenbauweise empfehlen, wäre es wieder so eine Scheunen-Revitalisierung. Dadurch, dass das Dach und die Konstruktion bereits vorhanden sind, ist der Ausbau ein Kinderspiel und wesentlich günstiger als alle anderen Strohballenkonstruktionen.

Über den Autor

Herbert Gruber

Netzwerker seit der Gründung des ASBN 1999, Obmann des ASBN seit 2006, Buchautor (Bauen mit Stroh, Neues Bauen mit Stroh), Gesellschafter von StrohTec (Österreichs erster Strohbaufirma), hat in Ravelsbach im Zuge eines Haus der Zukunft plus-Projektes die Virtuelle Stroh-Baustelle ins Leben gerufen, wo seit 2010 regelmäßig Workshops stattfinden. 2015 gründete er die Kooperation StrohNatur, die nun auch Strohballenhäuser (mit und ohne Workshops) errichtet.